Fernbeziehung Teil 2: Mit diesen Tipps funktioniert es richtig!

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Am Anfang einer Fernbeziehung spielt die räumliche Entfernung keine Rolle. Jede gemeinsame Minute ist wunderschön, und bekanntlich überwindet wahre Liebe doch alle Grenzen!

Doch wenn ER wieder einmal weit, weit weg ist, keine gemeinsamen Abende unter der Woche stattfinden und der Liebste nicht so viel aus dem Leben seiner Partnerin mitbekommt, wie er sollte, ist es auf einmal doch wieder die typische Fernbeziehung.

Im schlimmsten Fall geht es beiden schlecht, beide sind abends oft einsam und sie wachsen als Paar nicht näher zusammen. Aber es geht auch anders. Mit den folgenden Tipps kannst du den Zusammenhalt und die Paarbindung in eurer Beziehung stärken. So bleibt das Feuer der Liebe erhalten und überwindet auch die weitesten Stecken.

Tipp #1: Technologie für Alltägliches nutzen

Paare, die einander im Alltag nah sein können, reden. Sie besprechen ihren Tagesablauf, reden über Erfahrungen und Eindrücke des Tages, teilen einander ihre oberflächlichen und tiefsinnigen Gedanken aktiv mit. Natürlich wird auch der Sex irgendwann zum Alltag, denn er gehört dazu. In einer Fernbeziehung ist es wichtig, miteinander in Kontakt zu bleiben.

Zeit für die morgendliche oder abendliche E-Mail muss bleiben, am besten wäre noch ein mehr oder weniger langer Anruf. Im Laufe des Tages reicht auch eine kurze SMS, um den Partner wissen zu lassen, was man gerade tut und wie das ganz gewöhnliche Alltagsleben überhaupt aussieht. Wenn es dann etwas ruhiger geworden ist, peppt ein Anruf mit rauchiger Stimme und der Frage, ob er gerade allein ist und wie viel er noch anhat, die Fernbeziehung gehörig auf…

Tipp #2: Einander richtig verstehen – einander falsch verstehen

Ein häufiger Trennungsgrund in Fernbeziehungen sind kleine Missverständnisse in der Kommunikation, da die räumliche Nähe fehlt. Beim Schreiben oder am Telefon kann man sich leider auch einmal falsch verstehen. Wer eine erfolgreiche Fernbeziehung aufbauen will, muss deswegen lernen, diese kleinen Missverständnisse gleich zu erkennen.

Der Partner antwortet nicht so engagiert wie immer? Seiner Stimme fehlt am Abend die hörbare Begeisterung? Er schreibt kurzer und abgehackter als sonst? Es liegt nicht daran, dass die Liebe weniger wird – er ist einfach müde. In Gedanken woanders. Es kann schon helfen, ihn zu fragen, sofern das nicht die regelmäßige erste Frage jeder Unterhaltung wird. Diese Art von Verständnis braucht Zeit und Übung, aber sie lohnt sich, um eine erfolgreiche Fernbeziehung aufzubauen.

Tipp #3: Nähe schaffen durch Erinnerungsstücke

Der Partner kann vielleicht nicht immer körperlich nah sein, kleine Erinnerungen an ihn aber schon. Er könnte doch mal seinen alten Schlafanzug dalassen, der nach ihm duftet, bis er nächstes Mal kommt. Eine offensichtliche Möglichkeit sind Fotos von ihm: als Handybildschirm, auf dem Nachttisch, überall dort, wo man oft an ihn denkt und ihn sich herbeiwünscht.

Stimm-Aufnahmen, gemeinsame Videos, Eintrittskarten des letzten Kinobesuchs, die Zahnbürste, die er letztes Mal im Bad liegen lassen hat und die jetzt einen festen Platz dort hat… all diese Dinge in der Umgebung der Frau lassen sie wissen, dass ihr Partner nicht aus der Welt ist, nur weil er unter der Woche in seiner Stadt ist und sie in ihrer. Er ist da – und er wird wiederkommen.

Tipp #4: Ein schwieriges Treffen ist kein verlorenes Treffen

Die Freundinnen reden alle schon vom Zusammenziehen, planen halb ernst, halb im Spaß die ersten gemeinsamen Kinder oder schauen sich aus Spaß Brautkleider an. Die eigene Fernbeziehung plätschert grundsätzlich glücklich vor sich hin, an einen nächsten Schritt wäre noch gar nicht zu denken. Fernbeziehungen entwickeln sich oft langsamer weiter als Beziehungen mit mehr räumlicher Nähe, da die beiden Partner ihre gemeinsame Zeit etwas zu sehr zu schätzen wissen. Deswegen vermeiden sie schwierige Themen und streiten deswegen auch weniger – doch Streit bedeutet auch Vorwärtskommen.

Um eine tragfähige Fernbeziehung zu führen, die irgendwann weiter zusammenwachsen kann, sollten schwierige oder unangenehme Themen nicht vermieden werden. Auch, wenn dadurch einmal ein gemeinsames Wochenende voller schwieriger Gespräche dabei herauskommt.

Tipp #5: Gleichgesinnte Freunde

Frauen in Fernbeziehungen wirken zwar wie Singles, wenn sie zusammen mit den Kollegen oder dem Freundeskreis durch die Straßen ziehen, sind aber nicht interessiert – denn sie haben ja jemanden. Er ist nur nicht da. Wie so oft. Da das unangenehm für sie sein kann, vor allem für Frauen, isolieren sie sich im Laufe einer Fernbeziehung oft, um sich vor solchen Situationen zu schützen.

Immerhin kann es wehtun, wenn man sich selbst einsam fühlt, zwar einen Partner hat, aber alle anderen händchenhaltend den vermeintlich schönen Abend mit ihrer besseren Hälfte verbringen können und man selbst nicht. Freunde, die das verstehen oder in einer ähnlichen Situation sind, sind für solche Abende die beste Wahl. Denn Isolation hilft nicht – sie verschlimmert die mögliche Einsamkeit nur noch.

Tipp #6: Keine Ängste vor Trennung oder Untreue

Männer in Fernbeziehungen gehen nicht häufiger fremd als Männer, deren Partnerin in der Nähe oder sogar mit ihnen zusammen wohnt. Fernbeziehungen müssen auch nicht gleich enden, wenn ein Treffen einmal nicht gut lief und beide nun erst einmal etwas Abstand wollen. Solche Phasen kommen in jeder Beziehung vor.

Paare, die näher beieinander wohnen, würden sich nach einer Meinungsverschiedenheit zwar früher wieder sehen können, während eine Fernbeziehung auf das nächste mögliche Treffen eine Weile warten muss. Leider verfallen Frauen – und nicht nur sie – allzu oft in Ängste um den Erhalt ihrer Fernbeziehung, wenn sie einen Streit einmal nicht rechtzeitig bis zur Heimfahrt des Liebsten gelöst bekommen haben.

Anstatt auf Zwang heile Welt einzufordern, tut es der Beziehung eher gut, ihn gehen zu lassen, auch wenn es gedanklich belastet. Er wird wegen eines strittigen Wochenendes nicht gleich die Beziehung in Frage stellen oder gar fremdgehen… wahrscheinlich wird ihm sogar schneller klar, wo seine Fehler lagen und wie er sie wieder gut machen kann!

Hier geht es zu den anderen Artikeln der Ferbeziehungsserie:
Fernbeziehung Teil 1: Funktionieren sie wirklich?

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