5 Gründe warum wir nicht den „richtigen“ Partner finden

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Viele Frauen fragen sich, warum sie keinen passenden Partner finden. Immer wieder lernen sie neue potenzielle Partner kennen, die sich dann als Muttersöhnchen, Egozentriker oder Machos entpuppen – nur um einige der häufigsten Stereotypen zu nennen.

Einen Partner finden, der wirklich zu uns passt, scheint für viele von uns eine schier unlösbare Lebensaufgabe zu sein. Natürlich ist es nicht grade so, dass wir nur ein Mal mit den Fingern schnippen müssten und „Tataaa!“, plötzlich steht der Traumprinz vor uns, um uns zu heiraten und wir glücklich bis an unser Lebensende sind. Die einen hangeln sich von Date zu Date, die anderen sitzen passiv da und warten auf den Traumprinzen, der hoffentlich aus dem Nichts auftaucht, um uns zu erobern.

Vielleicht ist es aber doch nicht so schwer. Um einen wirklich guten Partner finden zu können, sollten wir darauf achten, ob wir nicht in eine der folgenden fünf Fallen tappen.

1. Jemanden wollen, der nicht wirklich zu haben ist, führt uns in eine emotionale Sackgasse – anstatt einen passenden Partner finden und glücklich werden

Eine der größten Tücken der menschlichen Psyche liegt darin, Dinge haben zu wollen, die man nicht bekommen kann. Einige Frauen verfallen diesem Spiel oder Wettbewerb und können von diesem Nervenkitzel geradezu abhängig werden. Als Konsequenz jagen sie immer wieder Männern nach, die sie nicht beachten, total abgehoben sind oder ihnen Desinteresse entgegenbringen. In der Soziologie ist das Phänomen als „scarcity-trigger“ bekannt. Ein Verlangen, etwas haben zu wollen, weil es knapp oder selten ist. Dinge sind jedoch selten deshalb besonders wertvoll, weil dafür jemand eine hohe Summe auf ein Preisschild schreibt. Mache Dir bewusst, dass nicht alles wertvoll sein muss, was schwer zu kriegen ist. Hinterfrage mal ehrlich, ob es nicht das Ego ist, das Dich antreibt („Na warte, dem zeige ich aber was ich wert bin!) oder ein Problem mit dem Selbstwertgefühl („Was soll ich bloß machen damit er mich endlich liebt?“). In jedem Fall ist es ein falsches Verständnis von einem Wert, wenn mangelnde Verfügbarkeit bzw. Erreichbarkeit für wertvoll erachtet werden. Denn dieses Verständnis führt nur in der nächsten großen Enttäuschung. Vielleicht versuchst Du es mal mit jemandem der nicht ganz so „wertvoll“ (oder wenig Zeit für Dich hat), aber dafür für Dich verfügbar ist?

2. Einen passenden Partner finden wir nur, wenn unser Blick nicht durch Voreingenommenheit getrübt ist

Viele werden im Laufe ihres Liebeslebens durch bittere Erfahrungen enttäuscht. Zum Selbstschutz entwickeln wir Mechanismen, um mit dem Schmerz, der Ablehnung und den Verletzungen zu leben. Zwei der häufigsten Schutzmechanismen sind das Selbst-Handicap und das Vorverurteilen. Ersteres tritt bei Personen auf, die über wenig Selbstbewusstsein verfügen und dazu neigen sich vorsorglich für alles entschuldigen und sich selbst abwerten. Der genau gegenteilige Mechanismus ist das Vorverurteilen. Es kennzeichnet dadurch, dass vom Gegenüber nur das Schlimmste erwartet wird und auf ihn hinabgesehen wird. Beide Verhaltensweisen machen es nahezu unmöglich, einen tollen potenziellen Partner wirklich zu erkennen. Weder sich ganz klein zu machen noch die künstliche Selbsterhöhung, liefern eine gesunde Motivation zur Partnerschaft. Vielmehr führt es dazu, mit dem Erstbesten zufrieden oder auf Dauer mürrisch und allein zu sein. Deswegen ist es wichtig, sich zunächst ganz bewusst von alten Verletzungen zu lösen, den Kopf von eventuellen Vorurteilen frei zu machen. Denn nur dann ist man wirklich bereit, einen wunderbaren, neuen Partner zu finden.

3. Einen guten, liebevollen Partner finden, ist besser als ewig auf den perfekten Traumpartner zu warten

Partnersuche ist mit Aufwand verbunden: Jemanden kennenlernen, Verabredungen haben, den einen oder anderen Frosch küssen und schließlich einen Partner finden, den man mag, der zu einem passt und auch wirklich für eine Beziehung verfügbar ist, liegt eine ganze Menge Arbeit. Doch nicht jeder ist bereit, so viel zu investieren. Es ist doch viel bequemer, sich auf das Glück zu verlassen: eine schicksalhafte Begegnung mit dem „Richtigen“ oder ein zufälliges Treffen DEM Seelengefährten, der einen dann einfach so liebt wie man ist. Menschen, die sich bei der Partnersuche tendenziell eher passiv oder übertrieben wählerisch verhalten, haben wenig Kontrolle über ihr Liebesleben. Die Konsequenz ist, dass sie gute Partner ablehnen und sich in gescheiterten Beziehungen wiederfinden. Stell´ Dir doch stattdessen mal vor, dass es einfacher und viel schöner ist, wenn sie nicht den perfekten Partner finden, dafür aber einen guten, liebevollen Partner zu finden. Das klingt zwar weniger romantisch, bringt dafür aber mehr Zufriedenheit und Lebensqualität – und zwar dauerhaft.

4. Ohne klare Vorstellungen lässt sich auch kein passender Partner finden

Die Partnerwahl ist ein Prozess, der emotional auch anstrengend sein kann, und manchmal an ein Auswahlverfahren bei der Jobsuche erinnert. Viele Singles machen sich allerdings gar keine großen Gedanken darüber, welchen Typ Mann sie als Partner finden wollen. Sie suchen und daten einfach mal drauf los. Sicherlich ist es ganz wichtig ,dass die Partnersuche Spaß macht und sich toll anfühlt, doch das birgt auch die Gefahr, dass sie einen Partner finden, der eigentlich überhaupt nicht zu ihnen passt. Wenn man aber ein ganz konkretes Ziel hat beispielsweise eine Ehe einzugehen oder eine Familie zu gründen, ist eine detaillierte Wegbeschreibung sehr hilfreich. Ansonsten dreht man sich nur ständig im Kreis. Darum gilt es, sich die Zeit zu nehmen, genau zu überlegen, was man will und wo man einen passenden Partner findet ohne seine persönlichen Ziele aus den Augen zu verlieren.

5. Die richtige Balance mit dem Partner finden

Alle sozialen Beziehungen basieren auf Austausch. Alles ist ein Geben und Nehmen. Bei gesunden Beziehungen hält sich die gegenseitige Bedürfnisbefriedigung ungefähr die Waage. Beide Partner sind zufrieden, keiner hat das Gefühl übervorteilt zu werden. Einige unter- oder überschätzen allerdings ihren eigenen Wert. Die einen, die sich unterschätzen, geben oft mehr als sie zurückbekommen und fühlen sich deswegen betrogen, nicht geliebt oder ausgenutzt. Andere wiederum überschätzen sich maßlos, verlangen zu viel und sind auf Dauer ebenfalls frustriert, weil niemand ihre unrealistisch hohen Erwartungen erfüllt. Darum ist eine gesunde Selbsteinschätzung besonders wichtig. Frage Dich, was Du erwartest und was Du bereit bist, selbst zu geben, das einen Wert für den Anderen hat. Nur wenn Beziehungen im Gleichgewicht des Geben und Nehmens sind, sind sie von Dauer und bringen uns Erfüllung.

Das alles sind nur kleine Schritte zum richtigen Partner, die in der Summe aber schon eine große Wirkung haben. Sei selbstbewusst, ein bisschen rational, habe klare Ziele und gehe mit offenen Augen durch das Leben! Wer weiß, vielleicht wirst Du Dich schon bald in einer tollen Beziehung wiederfinden…

 

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